Wo ist die Freiheit in Tirol geblieben?

Published by

on

Wenngleich die politische Linke – und inzwischen auch so genannte „Patrioten“ – die Falschmeldung verbreiten, das Bekenntnis zur Nation habe Tirol „zerstört“, verhält es sich genau andersherum: Tirol wurde nicht durch das Bekenntnis zu einer Nation zerstört. Es waren im Gegenteil gerade nationale Bekenntnisse von deutscher Seite, die den Ernst der Lage erkannt hatten, dabei sowohl autonomen Bestrebungen von Welschtiroler Seite offen waren als auch imperialistischen Zielsetzungen von italienischer Seite entschieden entgegen traten.

Zerstört wurde Tirol faktisch nicht durch nationales Denken, sondern durch die groben politischen Versäumnisse des Vielvölkerstaates Österreich.

Tiroler Persönlichkeiten, die national-freiheitlich gesinnt waren, waren die Träger der Freiheit und des Fortschritts in Tirol.

Das kommt nicht von ungefähr: Die Klerikalen hatten ihr Schicksal bedingungslos in die Hände von Thron und Altar gelegt – und wurden sprichwörtlich aufs Kreuz genommen. Die Freiheitlichen lebten das Prinzip des freien Einzelnen, der sein Schicksal selbst in die Hand nimmt, dabei zur Verantwortung für das kollektive Ganze erzogen wird.

Freiheit gliedert sich prinzipiell in eine äußere und in eine innere Freiheit. Der Freiheit ist nur dann Genüge getan, wenn beide erfüllt sind. Genauso gliedert sich die Ehre in eine innere und in eine äußere Ehre. Nur das Vaterland ist ein einziges und bestenfalls ein einiges.

Zu den Tirolern, nationalfreiheitlicher Gesinnung, die Träger der Freiheit, der Deutschtiroler Identität und des Fortschritts waren, gehören:

Wo ist die Freiheit geblieben?

Tirol: Ein Hort der Freiheit

Deutschfreiheitliches Gedankengut wurde in Tirol im 19. Jahrhundert durch eine klerikal-konservative Hegemonie bekämpft. Trotzdem konnten in zahlreichen Bereichen Höchstleistungen erzielt werden.

1919 wurden im „liberalen“ Nachkriegsitalien vordergründig die deutschnationalen Köpfe bekämpft – Tolomei hatte in Paris die Grundlagen geschaffen -, während klerikal-konservative Tendenzen weitgehend toleriert wurden. Selbst im italienischen Faschismus sicherten sich die Klerikalen Vorrechte.

Die einen waren 1945 belastet und stigmatisiert, die anderen nutzten die „Gunst“ der Stunde und praktizierten ein opportunistisches: Nie-deutsch-gewesen-Sein. Viktoria Stadlmayer merkte an, dass jene Eliten, die verfügbar waren, nach 1945 versagt hatten.

Ab 1968 war die Hegemonie eine linke: Wer „arriviert“ war, war fortan linksliberal. Und wer sich „Patriot“ nannte, meinte damit eine Verkürzung: Die Tiroler – angeblich – waren „immer schon“ streng katholisch, habsburgtreu und nicht-national. Mitnichten.

Wo ist die Freiheit heute geblieben? Sie kommt wieder, keine Frage.

Klub Grabmayr: Freiheit in Tirol

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..