
Baukultur
Ingenieure müssen wieder lernen, die ihnen gebotene Chance zu nutzen und über ihr Wissen und Können hinaus ihre Fantasie einzusetzen, um so zu entwerfen und zu gestalten, dass sie der Natur, die sie verbauen (müssen), mit der einzig adäquaten Entschädigung begegnen: mit Baukultur.
Jörg Schlaich
Natur und Kultur stehen zwangsläufig in einem inneren Widerspruch. Würde man, zur Bewertung der Wertehaltung, die hinter Demanega Engineering steht, eine Skala zeichnen und auf der einen Seite die Natur und auf der anderen Seite die Kultur anordnen, dann würde sich ein leichter Überhang für die Kultur ergeben.

Baukultur besteht in dem Dialog zwischen Natur und Kultur, aber auch zwischen dem Vergangenen und dem Neuen.
Historische Bausubstanz verleiht unserem Leben eine historische Tiefe. Sie ist nicht nur Teil des kollektiven Gedächtnisses und unserer Kulturlandschaft, sondern verkörpert einen unverwechselbaren, bodenständigen Stil, der sich in tradierten Bauweisen und historischen Konstruktionstechniken niederschlägt. Im Umgang mit historischer Bausubstanz ist ein hohes Maß an Sensibilität notwendig. Nur wenn historische Baukonstruktionen verstanden werden, können diese sinnvoll ins Neue eingebunden werden.
Baukultur betrifft nicht nur das Bestehende, sondern vor allem auch das Neue. In Anlehnung an den natürlichen und kulturellen Kontext, den wir vorfinden, besteht Baukultur in dem Versuch, im Bauen hohe qualitative Ansprüche über einen möglichst langen Zeitraum hinweg zu verwirklichen. Gut ist ein Entwurf, wenn er möglichst viele Erfordernisse, ästhetische, konstruktive und funktionelle, in sich vereint und in sich stimmig ist. Baukultur fordert uns intellektuell heraus und weckt die Kreativität in uns.

