Apple: Simplicity is the Ultimate Sophistication!

Apples Ingenieure setzen mit Technologie und Design neue Maßstäbe – und wirken auch auf das Bauingenieurwesen im 3. Jahrtausend maßgebend!

Apple ist die derzeit wertvollste Marke der Welt. Personifiziert durch Steve Jobs gelang es der Marke Apple in ihrer wechselvollen Unternehmens-Geschichte, die Art und Weise, wie wir mit Technologie umgehen, grundlegend zu ändern. Steve Jobs ging es dabei immer um das Nutzererlebnis im Sinne von Design Thinking. Was heute selbstverständlich klingt, dass „High Tech“ nämlich dazu da ist, ein Nutzerversprechen einzulösen, war zu Beginn der Computer-Technologie alles andere als klar. Alleine der Name „Apple“ war für Steve Jobs bezeichnend, um eine damals noch realitätsferne Angelegenheit wie einen Computer ganz banal wie einen Apfel in die Nähe der Menschen zu bringen.

Steve Jobs brachte die Überzeugung mit der Losung auf den Punkt: „Wir wollen die ganze Art ändern, mit der die Menschen dem Computer gegenübertreten“ [1]. Der Computer sollte das Leben der Menschen „bereichern“ und den Endkunden erreichen. Der Designer Jony Ive, der mit Steve Jobs wesentlich an der Etablierung der Marke Apple beteiligt war, bringt die grundsätzliche Herangehensweise auf den Punkt: „Einfachheit heißt, sich durch die Tiefen der Komplexität hindurchzuarbeiten. Wenn man zum Beispiel möchte, dass etwas keine Schrauben hat, kommt möglicherweise am Ende ein sehr verschachteltes und komplexes Produkt dabei heraus. Man geht besser so vor, die Einfachheit weiter unten, tiefer anzusetzen. das Produkt ganz zu verstehen, auch seinen Herstellungsprozess. Man muss das Wesen eines Produkts ganz und gar verstehen, damit man in der Lage ist, die nicht wesentlichen Teile loszuwerden“ [1]. Das gilt nicht nur für die Computer-Technologie, sondern in entscheidendem Maße auch im Bauingenieurwesen!

Heute bereichern uns die Produkte, die Apple in die Welt geschaffen hat, sichtlich: Ob Betriebssysteme, Applikationen, iPhone, iMac, iWatch – und künftig das iCar. Gerade Letzteres, also die Entwicklung eines Fahrzeuges aus dem Hause Apple verspricht einen weiteren Schritt in der Durchdringung und Weiterentwicklung unserer Welt: Die Verknüpfung von Energiewirtschaft, Mobilität, Infrastruktur und Vernetzung – und damit jenes Spannungsfeldes, in dem Tesla heute Maßstäbe setzt, wo aber auch die Big player wie Volkswagen, Daimler und BMW heute neue Dimensionen erreichen und wo der Konkurrenzkampf heute immens ist.

Elektromobilität ist heute ein Versprechen, das sich an unser grundlegendes menschliches Bedürfnis nach Mobilität und Fortbewegung richtet und neue Kapitel aufzuschlagen vermag: Wie smarte Mobilität und autonomes Fahren unsere Städte verändern werden. Die elektrische Mobilität stellt die Frage, wie wir Energie produzieren, verteilen, verbrauchen und speichern neu. Darüber hinaus erfolgt die Verbindung zwischen Hardware und Software. Letztere bereichert unsere grundlegenden Bedürfnisse neu, indem die Bewegungen des Alltages eine neue Qualität erreichen und Künstliche Intelligenz und modernste Technologie sich gewinnbringend in unser Leben integrieren.

Was macht Apple derart wertvoll? Es sind nicht die Produkte, die Apple so wertvoll machen, sondern die Kultur und der „Lifestyle“, also die prinzipielle Herangehensweise an Probleme, das Bewusstsein, unser aller Leben durch vernetzte Technologie besser zu machen und dabei in der Lage zu sein, die Dinge vom Wesen her zu denken. Das Design ist bei Apple nicht die „hübsche“ Verpackung, sondern die äußerste und integrative Schicht einer komplexen technologischen Lösung. Diese Kultur beginnt bei Apple in der Produktion, umfasst die gesamte Außenwahrnehmung, die Verpackung, die Produkte und letztlich die Apple Stores als „greifbaren Ausdruck der Marke“.

Und was hat das alles mit dem Bauingenieurwesen zu tun? Geniale Lösungen entstehen auch im Bauingenieurwesen nur dann, wenn die Dinge vom Endkunden aus gedacht werden, der die technischen Lösungen letztlich zu bewerten hat. In der Folge geht es darum, die Dinge vom Wesen her zu denken und außerhalb des Gewöhnlichen nach scheinbar „optimalen“ Lösungen zu suchen. Die Vernetzung im Bauwesen auf das Thema BIM zu reduzieren, das ein technisches Hilfsmittel sein kann, aber die Kultur der Planung nicht ersetzt, greift zu wenig weit. Die Vernetzung ist in Zeiten von Big data und Künstlicher Intelligenz ein wesentliches Prinzip und kein reines Hilfsmittel.

Im 3. Jahrtausend geht es um das Bauen in einer vernetzten Welt, in der Nutzer auf der einen Seite und Betreiber von Mobilitäsinfrastruktur und von Energiedienstleistungen auf der anderen Seite in komplexen und wechselvollen Verhältnissen zueinander stehen und dem Ingenieur in diesem oftmaligen Wirrwarr an Beziehungen die Rolle des Gestalters unserer Umwelt zukommt!

Weiterführende Artikel:

Design Thinking: Auf Kreatvität und auf den Endnutzer kommt es an

Big Data, künstliche Intelligenz und Infrastrukturbau

Blockchain im Infrastrukturbereich

Literatur:

[1] Walter Isaacson: „Steve Jobs“, btb Verlag, München 2012

Bild von Joshua Woroniecki auf Pixabay

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