Wie der Traum vom leistbaren Wohnen gelingt

Einer Studie der Ersten Bank zufolge sind die Preise von Immobilien seit 2015 um 27 Prozent gestiegen, während die Einkommen um nur 4,9 Prozent gestiegen sind [1]. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Immobilienpreise in Wien sogar verdoppelt, während der Netto-Medianlohn um 38 Prozent stieg [2]. Gleichzeitig sind die „goldenen Zeiten“ am Arbeitsmarkt vorbei – die so genannten „Erwerbsbiographien“ sind heute alles andere als glänzend. Ohne herausragende Einnahmen, eine Erbschaft oder unglaublich viel Glück wird die Wunschimmobilie zunehmend zur Farce.

Grundsätzlich werden Immobilien unter den gegebenen Annahmen zum Spekulationsobjekt. Der Hype ist mit dem „Bitcoin“ vergleichbar. Am Ende der „Nahrungskette“ im Immobilienmarkt muss es allerdings auch irgendjemanden geben, der durch Einkommen und Miete diese Immobilien zu refinanzieren vermag. Insofern die Refinanzierung nicht mehr gelingt, stellt sich die berechtigte Frage, was mit den Preisen passiert. Freilich, ein Teil der Marktteilnehmer hat es gar nicht nötig, profitabel sein zu müssen. Und andererseits: Manch einer wartet schon sehr lange auf das so genannte „Platzen der Blase“.

Vielleicht bedarf es in einer Zeit, in der Distanzen kleiner werden, in der Home-Office zur gängigen Alternative wird und Digitalisierung viele unnötige Wege erspart, des Mutes zu azyklischen Entscheidungen. Wer dort hingeht, wo nicht unbedingt alle hinwollen, gewinnt meistens mehr Ruhe und mehr Lebensqualität, schafft sich den Mehrwert in historischer Bausubstanz oder gliedert sich in eine funktionierende Dorfgemeinschaft ein, die nicht von dem überhitzten Versuch getrieben ist, Spekulationsobjekt an Spekulationsobjekt zu reihen. Dadurch entsteht ein Mehrwert.

Mit einer soliden, bodenständigen und intelligenten Planung, die nachhaltig ausgerichtet ist, lässt sich abseits der trivialen „Hypes“ viel eher leistbarer Wohntraum verwirklichen, der abseits der Marktwirren bleibende Werte schafft.

[1] https://immo.kurier.at/immo-news/immobilienpreise-ziehen-gehaeltern-davon

[2] https://www.derstandard.at/story/2000119935625/hatten-es-unsere-eltern-leichter-beim-kauf-von-immobilien

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