Innovationen wecken

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Innovation besteht vielfach nicht im plötzlichen Geistesblitz. Innovation besteht darin, dass das Bestehende in Frage gestellt wird und die Bereitschaft und Neugier bestehen, Neues zu wagen und dauerhaft zu verfolgen.

Ed Catmull, der 1986 mit Steve Jobs die Firma Pixar gründete, hat am Anfang, bevor der erste animierte Film entstand, eine Liste mit den Hindernissen angefertigt, wieso ein animierter Film unmöglich sei. Diese Liste war für ihn die Liste der Aufgaben, die zu erfüllen seien, damit es dennoch möglich sein wird. Wesentlich sei, laut Catmull, dass die Leidenschaft geweckt werde.

Um innovativ tätig zu sein, muss eine positive Zukunftsvorstellung vorhanden sein. Nur wer daran glaubt, zu einer besseren Welt beizutragen, kann die entsprechenden Visionen entwickeln – und umsetzen.

Wichtig ist aber auch der Glaube an die Vernunft. Glauben wir nicht daran, dass Menschen zu Vernunft fähig sind, dann wird es geistig düster, weil dann jeder Dialog zum Konflikt rund um Interessen ausarten muss.

„Start With Why“ ist ein Ansatz, der ganze Bücher füllt. Am Anfang muss das Warum stehen: Das „Think Big“ ist wesentlich. Die Vision muss gut und groß genug sein, damit wir uns durch die Anstrengungen, die auf dem Weg anfallen werden, nicht abbringen lassen.

Nicht unwesentlich ist Authentizität. Authentizität bedeutet nichts anderes, als dass unser tägliches Leben sowie die Ziele, die wir verfolgen, übereinstimmen. Besteht die Zielverfolgung nämlich in einer täglichen Verrenkung, dann sind wir blockiert und werden wir nicht weit kommen können. Es kommt nicht von ungefähr, dass gut wird, was wir gerne machen.

Manchmal muss man sich die Zeit nehmen, um zu spielen. Das „Was wäre, wenn“ ist sinnvoll, um zu neuen Ansätzen zu gelangen und um das Bestehende durch Kreativität zu sprengen. In diesem Sinne sind Tabus zu hinterfragen: Was ist sinnvoll, was ist nur noch Selbstzweck und kann weg. Es ist, um es nicht nur bei Gedankengängen zu belassen, notwendig, immer wieder einmal alles zu überwerfen und von Null zu beginnen.

Zu verwerfen sind da und dort auch die starren Hierarchien, weil Problemlösungen häufig an den Egos scheitern. Probleme werden gelöst, wenn die Gedanken frei sind und die Ideen gleichberechtigt zur Behandlung in den Raum geworfen werden.

Grafik: Pixabay

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