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Grüne Fragen, blaue Antworten

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Theoretische Debatten über den Umwelt- und Klimaschutz zu führen ist relativ einfach: Verzichten sollen ohnehin immer nur die „anderen“. Der Aufruf an die Weltgemeinschaft ist dann immer die willkommene Gelegenheit, „die da oben“ anzukreiden, gleich die gesamte Weltwirtschaft neu organisieren zu wollen – am besten nach den Grundsätzen einer Planwirtschaft -, die eigen Ohnmacht sowie die Übermacht irgendwelcher Machtsysteme als das Grundübel bezichtigen.

Wenn dann der Schwerpunkt auf einer neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung nach marxistischer Auffassung liegt, dann ist ohnehin nicht mehr der Umwelt- und Klimaschutz das eigentliche Motiv, sondern eher der Vorwand.

Echter und authentischer Umweltschutz ist aufwändiger und es ist dann auch nicht mit Aufrufen an die Weltöffentlichkeit getan. Und zum Missfallen der Theoretiker ist echter und authentischer Umweltschutz konkret. Es kommt auf den effektiven und konkreten Beitrag für bessere ökologische Umgebungen und für das Klima an. Echter und authentischer Umweltschutz ist messbar, konkret nachvollziehbar und materiell erfassbar.

Es geht um den Wald, um eine nachhaltige und zukunftsträchtige Forstwirtschaft und um das gesamte Ökosystem, das empfindlich auf unsere menschlichen Eingriffe reagiert. Da und dort müssen wir aber eingreifen, um die natürliche Wildheit zu zähmen. Es geht um den Wasserhaushalt, um die Wasserversorgung, um den Wasserrückhalt und um gesundes Trinkwasser. In diesem Sinne geht es um den naturnahen Wasserbau. Der Boden muss effektiv geschützt statt verbaut werden.

Mit öffentlichkeitswirksamen Klagen, wie schlimm denn das Klima wird, ist es nicht mehr getan. Es geht um Klimaanpassung im Hier und Jetzt. Da und dort müssen wir konkrete Maßnahmen gegen Naturgefahren setzen. Es geht in diesem Sinne um das lokale und regionale Klima, das wir vorerst retten müssen, wenn wir an das globale Klima denken wollen. Nur was sich im Kleinen bewährt, darf den Anspruch erheben, die Probleme im Großen lösen zu können. Und dann geht es um die großen Ziele.

Weder die Umwelt, noch die Natur lassen sich aber nach menschlichen Maßstäben beliebig umformen und gestalten. Darin überschätzen sich so genannte Klimaschützer maßlos. Bevor wir uns darauf und daran machen, das Klima und die Umwelt zu retten, müssen wir uns eingestehen, dass es nicht gegen die Natur geht.

Es geht um innovative Ansätze, damit Umweltschutz und Klimaschutz etwas ist und wird, das Spaß macht und das wir als Wettbewerb auf dem Weg zu besseren Umgebungen erachten. Verbote sind zu wenig und auch nicht zielführend. Die latente „Katastrophe“, die politische Eingriffe von oben im sozialistischen Sinne erforderlich macht, bringt kaum weiter. In diesem Sinne ist auch die Urbanisierung nicht zielführend, die uns in komplexere Systeme hinein drängt, in denen niemand mehr die Verbindung zum Boden und zum Land erfühlen kann.

Viele Einzelne müssen mit Begeisterung und Freude an ihren Umgebungen arbeiten, dann klappen der Umweltschutz und der Klimaschutz im Großen.

Eine Antwort zu „Grüne Fragen, blaue Antworten“

  1. Avatar von Jagd und Jagdethik: Wieso wir die Jagd brauchen – Demanega

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