Positive Leitbilder und Nordsterne

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Wesentliche Veränderungen sind auf positive Leitbilder angewiesen. Die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow, die ein gängiges Denkmodell darstellt, liefert die dazugehörigen Erklärungsansätze.

Physiologische Bedürfnisse und Sicherheitsbedürfnisse erzeugen eine Mangelorientierung. Die zentrale Frage ist: Was fehlt uns? Was läuft falsch? Wer ist schuld daran?

Veränderungen stellen sich jedoch in der Regel nicht dadurch ein, dass Mängel besprochen werden, sondern durch positive Leitbilder, die in der Bedürfnispyramide bei Maslow ganz oben angesiedelt sind. In Organisationen ist häufig von der Nordstern-Strategie die Rede.

Die Bedürfnispyramide bei Maslow

Das Leitbild setzt den Anker: Was wäre ein wünschenswerter Zustand? Und: Was müssen wir tun, um dorthin zu kommen? Welche Widerstände sind zu überwinden? Ist es das Leitbild wert, gegen diese Widerstände anzukämpfen?

Nach Martin Kornberger ist es der Nordstern, der „Orientierung im Denken und Haltung im Handeln“ vermittelt [1]. Der Nordstern sei minimale kollektive Ausrichtung bei maximaler individueller Flexibilität. Der Nordstern ist kein konkretes, erreichbares Ziel, sondern motivbildend und handlungsanleitend. Er hilft dabei, die realistischen Ziele zu formulieren.

Problematisch wird es, wenn die Strategie mit dem Ziel verwechselt wird. Tätigkeiten laufen dann nicht mehr darauf hinaus, ein Ziel anzustreben, sondern darauf, die Realität dahingehend umzuinterpretieren, damit es gerechtfertigt ist, an der bisherigen Strategie festzuhalten. Irgendwann ergibt sich die absurde Situation, dass sich die festgefahrene Strategie und die eigentlichen Ziele diametral unterscheiden. Man sägt dann sprichwörtlich am Ast, auf dem man sitzt.

Literatur:

[1] Martin Kornberger: „Systemaufbruch: Strategie in Zeiten maximaler Unsicherheit – Die Wiederentdeckung von Clausewitz“, Murmann Verlag, Hamburg 2022

Eine Antwort zu „Positive Leitbilder und Nordsterne“

  1. Avatar von Thinking Outside the Box: Konsens ist möglich – Demanega

    […] Weil unsere Motive zumeist auf unterschiedlichen Ebenen gelagert sind – nehmen wir die Maslow-Pyramide als Denkmodell – ist ein Konsens möglich, bei dem niemand verliert. Bedingung ist, dass starre Positionen […]

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