Waldbrände in Süditalien: Ursachen und Motive

Published by

on

Sommerliche Hitze – und Waldbrand-Inferno. Mindestens 80 Prozent der Waldbrände in Sizilien werden vorsätzlich gelegt, gerade dann, wenn große Trockenheit und sommerliche Hitze vorherrschen. Dahinter steckt – leider – unter anderem auch ein Geschäft (Link zur Arte-Dokumentation „Sizilien – Profit durch Brandstiftung?“).

Kaum ein Waldbrand entsteht natürlich. Die allermeisten Waldbrände entstehen durch menschliches Fehlverhalten – oder durch gezielte Brandstiftung.

Es ist bereits öfters vorgekommen, dass Waldbrände in Süditalien durch Beamte der Feuerwehr oder des Zivilschutzes gelegt wurden, um den eigenen Arbeitsplatz zu sichern, um in den Genuss von Prämien zu kommen oder weil die Beamten korrumpiert wurden.

Hinter der Brandstiftung stehen spekulative Geschäfte. Die abgefackelten Grundstücke werden vielfach für Spottpreise an Konzerne verkauft, die in der Folge Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen oder Immobilien errichten.

Die staatliche Brandstatistik des ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale – Höheres Institut für Umweltschutz und -Forschung) in Italien belegt, wie das Ausmaß von Bränden (in Hektar) im Staatsgebiet variiert (Analisi dati EFFIS 2025 – Link):

Weiters gibt das ISPRA an, dass gerade einmal 2% der Waldbrände auf natürliche Ursachen zurückzuführen sind – und 98% auf menschliches Verhalten.

Eine Analyse der Brandursachen zeigt zudem, dass 50 bis 60 % aller Waldbrände in Italien vorsätzlich gelegt werden. Werden ausschließlich jene Brände betrachtet, deren Ursache aufgeklärt werden konnte, steigt der Anteil der vorsätzlich verursachten Brände auf rund 70 bis 80 %.

Diese Werte ergeben sich aus der Auswertung der veröffentlichten ISPRA-Daten und verdeutlichen die dominierende Rolle der Brandstiftung unter den aufgeklärten Brandereignissen.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..