Demanega

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In eigener Auseinandersetzung: Die weltanschaulichen Hintergründe

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Weltanschauliche Fronten sind allgegenwärtig. Dass es weltanschauliche Differenzen im Schützenbund, wie auch sonst überall, gibt, ist legitim und nachvollziehbar. Dass sich innerhalb des Schützenbundes „Parteien“ bilden, die das Trennende vor das Verbindende stellen, nicht.

Die erste offene Austragung betrifft den Kommers der Deutschen Burschenschaft im September 2023 in Algund. Der Schützenbund wurde Monate vorher schriftlich eingeladen. Ich kündigte aus deutschfreiheitlicher Sicht und Burschenschafter an, dass ich natürlich hingehen werde. Die klerikal-konservative Gruppierung im Schützenbund agitiert heftigst und wenig ehrenhaft dagegen, sowohl in der Bundesleitung des Bundes („Heiden“, „Atheisten“, „Anti-Klerikale“, „Pangermanisten“, „Nationalisten“) als auch vor Ort durch die Kompanie. Kameradschaft ist das nicht.

In der Zwischenzeit wurde – bis zum Kommers – durch den damaligen Landeskommandant versucht, mit der „Antifa“ gegen den Kommers zu koalieren, schließlich sei man ja genauso „gegen Faschismus“. Jeglicher Kommentar zwecklos. Als Medien kurz vor dem Kommers beim Schützenbund nachfragten, ob der Bund am Kommers vertreten sein werde, meinte der Landeskommandant im Radio, man sei nicht eingeladen worden, was nachweislich nicht stimmt. Ein derartiges Verhalten ist alles, nur nicht aufrichtig.

Die ganze Sülze kleinkarierter Grabenkämpfe wurde im Folgejahr heftigst ausgetragen, als wieder nicht der externe Gegner oder das Deutschtum im Vordergrund standen, sondern weltanschauliche Fronten, Lügen und Intrige, um nämlich Parteienangelegenheiten im Schützenbund auszutragen. Hätten Tiroler 1797, 1809, 1848, in den Folgejahren und 1918 dermaßen agiert, das Land wäre gefallen.

„Mander“, so gewinnt man keinen Kulturkampf, man schafft es weder, die Herausforderungen unserer Zeit zu erkennen, noch diese auch nur ansatzweise zu bestehen und schafft sich über Kurz oder Lang ab.

Wie zu jeder Kriegsgefahr gilt es in einem aufrechten Schützenwesen, weltanschauliche Unterschiede, die legitim sind, zu überwinden und das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen. Dass man dazu nicht in der Lage war und ist, sondern Konflikte konstruiert und Differenzen durch Lüge beschwört, unterstreicht die allgemeine gesellschaftliche Verwirrtheit und die Abwesenheit größerer gemeinsamer Ziele im Bund. Das kann nicht lange gut gehen.

Ich unterlag – zu lange – der idealistischen Illusion, dass in Zeiten wie diesen, in denen ein allgemeiner Kulturkampf tobt, niemand auf die wahnwitzige Idee kommen würde, interne Fronten zu bilden. Weit gefehlt, die kurzsichtige Ignoranz ist wie immer einfacher als die Auseinandersetzung mit äußeren Gegnern, die „anstrengend“ und „schwierig“ ist.

Faktisch war das Urteil über Michael Demanega und im „Fall Demanega“ bei den klerikal-konservativen Bruderschaften im Schützenbund gefallen, als dieser Artikel im April 2024 erschien: „Schütze, Burschenschafter, Ideologe“.

Sie hatten zwar die Absurdität der „politischen Unvereinbarkeit“ erfunden, meinten aber eine weltanschauliche „Unvereinbarkeit“. Freilich, deutschfreiheitliche Ideen gefährdeten ihre „Tiroler Idylle“, die auf klerikale Halbwahrheiten, Monarchismus und Habsburg-Nostalgie baute, drauf und dran, Tirol als „gemischtsprachige Nation“ zu deklarieren. Letztlich ging es um Machtmechanismus und – nett ausgedrückt – mittelmäßige Charaktere.

Um es mit aller Klarheit zu unterstreichen: Das Deutschtum ist keine Meinung unter vielen, sondern die Grundlage, die den einzelnen Einsatz rechtfertigt. Wer anstelle des Deutschtums die monarchistische Nostalgie, den klerikalen Feudalismus oder einen verwirrten „Antifaschismus“ setzt – also Thron und Altar -, verlässt diese Grundlage und macht sich zur politischen „Partei“.

Es wird sich die Frage: Deutschtum oder Thron und Altar öfters stellen (müssen).

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