Vielfach ist es doch so: In unserer durchstrukturierten Welt vermissen wir das Echte und Wahre, das nicht nur eine geistge Projektion ist, sondern unsere anderweitigen Sinne anspricht. Die Abstraktion erfüllt uns in einer zunehmend technizistischen Welt nicht nachhaltig, sondern entfremdet uns von uns selbst und von unserer Natur.
Die vergeistigte, abstrakte Idee, die an der Wirklichkeit scheitert, ist das eigentliche Problem unserer Zeit und die Ursache für die globale Natur- und Umweltkatastrophe. Wir leben ohnehin in Zeiten, in denen man zu Recht das Gefühl hat, dass die Umwelt- und Klimathematik ausschließlich ein politischer Stellvertreter für eine fragwürdige Gesellschaftspolitik ist. Folglich dominieren die Schlagworte und es fehlt der individuelle und konkrete Einsatz für bessere Umgebungen.
Immer wieder zeigt uns die Wirklichkeit andererseits auf, dass diese oder jene geistige Anmaßung nicht tragfähig ist, weder mit den natürlichen Zusammenhängen, noch mit der persönlichen Lebensführung vereinbar ist.
Der Weg aus der ökologischen Krise führt zur Lebens– und Naturbejahung. Dabei gilt es, die Verbindung zum Boden, zu den natürlichen Zusammenhängen, zu den Ressourcen, zum Klima sowie zum Bauwerk als materielle Realität zu suchen und zu finden, um an konkreten materiellen Orten zu arbeiten, die Identifikation, Geschichte, Natürlichkeit und Leben zulassen. Abstrakte Ideen sind zu wenig und auch kaum glaubwürdig.
Es geht um Leben im Einklang mit sich selbst. Erfahrung der Natur. Rückbindung in der Geschichte. Der Kultur. Im Vorausgehenden. Die Auseinandersetzung mit dem Land, in dem wir aufgewachsen sind oder – mehr noch – in das wir uns einarbeiten wollen. Eingliederung in die Zeiten. Daraus folgend Einsatz für die Natur und in der Folge auch für das Klima. Einsatz aber auch für schönere und lebenswertere Umgebungen. Das alles muss sich in unseren Projekten verwirklichen.
Die Zukunft ist die Zeit, die wir proaktiv gestalten wollen. Im Positiven, nicht durch Pessimismus. Es sollen und müssen Umgebungen sein, die mit unserer Natur im Einklang stehen. Viel zu tun in Zeiten, in denen die Abstraktion dominiert.


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