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Bewegtes 2024: Landesregierung – Heinrich – Schützenbund

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2024 war ein bewegtes Jahr. Den Beginn nimmt der freiheitliche Regierungseintritt in die Südtiroler Landesregierung mit der Übernahme des Ressorts Wohnbau und Sicherheit durch die freiheitliche Landesrätin Ulli Mair. Als Bauingenieur die konkrete Gelegenheit im Bereich Wohnbau nicht nutzen, der zwangsläufig mit dem Bereich Raumordnung eng verknüpft ist, war und ist undenkbar.

Die Mitarbeit im Ressort im Spannungsfeld Wohnbau und Sicherheit ist fachlicher, aber zwangsläufig auch politischer und programmatischer Natur, geht es nicht zuletzt darum, ein Land zukunftsfähig und sicher zu gestalten und auf jene Herausforderungen vorzubereiten, die heute überall in Europa zur Debatte stehen.

Sich einfach aus der Welt und aus Europa ausklinken und so tun, als würde uns das alles, was in der Welt passiert, in unseren Südtiroler Bergen nicht interessieren, ist verantwortungslos und kleinlich. Der Blick auf Europa unterstreicht, dass in den wesentlichen Fragestellungen weder ein Land wie Südtirol, noch ein Staat wie Österreich voll souverän sind und politische Weichenstellungen im Großen notwendig werden, es aber auch darum geht, die konkreten und realen Entscheidungen im Kleinen herbeizuführen. Zu diesen Weichenstellungen und Entscheidungen kann man beitragen oder diese sabotieren, mit allen Konsequenzen für uns alle. Die Ausreden sind bekannt.

Vertreter des politischen Klein-Klein befassen sich hingegen allzu gerne mit hypermoralistischen Begriffen. Aufs Politische bezogen geht es um „Grenzüberschreitungen“ und „Dammbrüche“ und um ein ganzes Sammelsurium an Floskeln ohne Substanz, die die politische Linke gekonnt kultiviert. Wer auf diese Begriffe hereinfällt, ist selber schuld. Die moralistische Debatte verfolgt letztlich den Zweck, sich in einer Parallelwelt und in der Abstraktion einzurichten, wo das Konkrete durch das rein Hypothetische ersetzt wird. Es geht dann ohnehin nicht mehr um politische Maßnahmen, sondern allerhöchstens um hypothetische Wünsche.

Politischer Realismus ist entscheidend, der freilich im Idealismus verankert ist und diesen konkret materialisiert.

Wenn es stimmen würde, dass eine derartige Regierungsbeteiligung für die Beteiligten direkt in den Untergang führt, dann könnten sich jene, die vermeintlich davon profitieren werden, getrost zurücklehnen und abwarten, ohne hypernervös zu intervenieren. Freilich, die Unsicherheit ist grassierend. Hinzu kommt, dass die offene Auseinandersetzung mit offenem Visier rar ist und nur durch jene praktiziert wird, die weder bücken, flüstern noch schleichen, sondern sich als Freie offen der Entscheidung stellen. Und wie soll ein Land „frei“ sein, wenn es nicht auf Freie baut.

Am 30. April steht die Geburt unseres Sohnes Heinrich an, die 2-jährige Schwester Amalia freut sich sehr, der Mutter Simone geht es (halbwegs) gut, die Ereignisse sind nicht ganz komplikationslos. Wir sind nun zu viert, erleben äußerst schöne Momente, es ist zuweilen aber auch herausfordernd. In solchen Zeiten setzt man jede Priorität auf die Familie und auf eine organische Lebensführung, die den Kern einer herkunftsbasierten Gemeinschaft bildet. Heinrich gedeiht hervorragend und macht das Familienglück komplett. Simone und ich freuen uns jeden Tag sehr, Simone danke ich für ihre Aufopferung und ihr bewusstes Muttersein.

Dass im Südtiroler Schützenbund spätestens seit Ende Februar 2024, also seitdem meine berufliche Tätigkeit für die Südtiroler Landesregierung bekannt wird, die internen Intrigen gegen mich beginnen, Unwahrheiten konstruiert und bewusst nach außen weitergegeben werden, selbst familiär bedingte Abwesenheiten gegen mich missbraucht werden, um sinnlose politische (und wohlgemerkt parteipolitische) Kleinkriege auszutragen, nehme ich zur Kenntnis, ist aber auch bezeichnend.

In Zeiten wie diesen nichts besseres zu tun haben, als interne Spaltungen zu forcieren und interne Fronten zu eröffnen, kennzeichnet die politische Naivität sowie eine Gangart, die lieber den Niedergang und als den Fortschritt hat.

Wem auch immer die unhaltbare Farce einer „beruflichen Unvereinbarkeit“ einer Berufsanstellung im Landesdienst mit der Funktion eines Bundesreferenten im Südtiroler Schützenbund eingefallen ist, wollte einem ganzen Verband, jedem einzelnen Mitglied und dem gesamten patriotischen Lager massiven schaden, man darf sich fragen, wer daraus einen persönlichen Nutzen zieht und welchen.

Wer weiters die Tätigkeit eines persönlichen Referenten der Landesregierung als „parteipolitische“ Tätigkeit tituliert, ist entweder politisch naiv oder betreibt Parteipolitik.

Mich persönlich trifft die Angelegenheit nicht wirklich. Den Nahkampf bin ich im Gegensatz zu anderen gewöhnt. Als Burschenschafter bin ich in einer Ordnung beheimatet, die Freiheit, Ehre und Vaterland zum Ziel hat und jede Auseinandersetzung wehrhaft annimmt. Mir geht es um ein Weltbild und um die reale Verwirklichung desselben in Beruf, Berufung, Familie, Projekte, nicht um Fiktion.

Wichtiger als das einzelne Jahr ist das Leben, das ein Ganzes sein will und sich sinnhaft in eine bodengebundene Weltauffassung eingliedern will und muss.

Am Ende des Jahres danke ich denjenigen, die zu mir gestanden sind, meiner Familie, meinen engen Freunden und Weggefährten, besonders Simone, Amalia und Heinrich.

Zu (be)bauen wird es auch 2025 viel geben.

Geschichte ist die Prägung, die der Freie dem Schicksal gibt.

Ernst Jünger.

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