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Intrige und Paranoia sind von gestern

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Menschen, die im Hintergrund agieren, intrigieren und manipulieren, scheinen vielfach kurzfristigen Erfolg zu haben. Die Intrige erlaubt es, sich nicht einer offenen Auseinandersetzung aussetzen zu müssen, die selbstverständlich auch Rückschläge kennt, sondern im Verdeckten zu handeln.

Gerade in politischen oder geschäftlichen Kontexten sehen wir häufig negative Beispiele von Akteuren, die ihre Interessen durch geschickte Manipulation und Intrigen durchsetzen.

Andererseits muss sich aber auch jemand finden, der unmündig genug ist, um sich manipulieren zu lassen.

Wer Intrigen spinnt, lebt vielfach in einem Zustand des Misstrauens. Menschen, die manipulieren, projizieren diese Manipulation auf ihre gesamte Umwelt. Es entwickelt sich ein ständiges Gefühl der Paranoia nach dem Schema: „Wenn ich andere manipuliere, tun sie das vielleicht auch mit mir.“ Dadurch entsteht eine Welt voller Argwohn, in der es schier unmöglich ist, echte und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und Fortschritte zu erreichen.

Mit der Zeit entwickeln intrigante Persönlichkeiten ein zynisches Weltbild. Sie nehmen die Welt als einen Ort wahr, an dem jeder nur für seinen eigenen Vorteil arbeitet, und glauben, dass Manipulation und Täuschung normale Verhaltensweisen sind. Verschwörungstheorien gehören zur täglichen Therapie.

Ein Leben, das auf Intrigen aufgebaut ist, wird am Ende als leer und sinnlos empfunden. Der Erfolg, der auf Manipulation basiert, bringt selten echte Erfüllung.

Letztlich stellt sich nämlich die Frage nach dem Wozu. Wenn die eigenen Handlungen einzig und allein darauf ausgerichtet sind, interne Machtverhältnisse zu beeinflussen, dabei auch Kollateralschäden einzugehen und zu riskieren, ganze Organisationen handlungsunfähig zu machen, dann ist der interne Konflikt längst ein Selbstzweck, der persönliche Kränkungen ausgleichen soll.

Organisationen, in denen interne Konflikte dominierend sind und infolgedessen Täuschung und Intrige zum Alltag gehören, gehören auf jedem Fall dem Gestern an. Es handelt sich um aussterbende Gebilde. Erstens können derartige Organisationen keine äußeren Erfolge erzielen und zweitens tut sich den inneren Kampf früher oder später niemand mehr freiwillig an.

Die aufrichtige und transparente Art erweist sich als nachhaltiger und stabiler. Ehrliche, offene Kommunikation sowie der Aufbau von Vertrauen führen zu stärkeren und stabileren Beziehungen. Menschen, die authentisch und transparent handeln, gewinnen Respekt.

Aufrichtigkeit schafft eine Grundlage für echtes Vertrauen, bei dem jeder weiß, wo und wie er dran ist.

Die Auseinandersetzung mit dem italienischen Philosphen Antonio Gramsci verdeutlicht, dass eine langfristige Hegemonie nur durch überzeugende Ideen erreicht werden kann. Gesellschaften, die auf Täuschung oder Zwang beruhen, sind anfällig für Widerstand und Instabilität und entwickeln keine Überzeugungskraft.

Konsens ist ein Gegenmodell zu einer Machtausübung, die auf Intrige oder Täuschung basiert. Konsens kann nur erreicht werden, wenn Ideen offen diskutiert, verbreitet und von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen akzeptiert werden, wenn ein Klima des Vertrauens, der Offenheit und der Transparenz herrscht.

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