Erfolg ist – wohl – eine Funktion der richtigen Beziehungen und der glücklichen Umstände. Das gilt besonders in allen oberflächlich geprägten Disziplinen. Und davon gibt es im Medienzeitalter und in einer rein medial ausgerichteten Politik viele.
Graben wir hingegen tiefer in die Materie hinein, ist es mit der Oberflächlichkeit nicht mehr getan. Am Grund der Tatsachen zählen die Fakten. Dort scheidet sich dann die Spreu vom Weizen.
Selbstverständlich gibt es die Überlebenskünstler. Die die Arbeit wegdelegieren und sich aufs Präsentieren konzentrieren können. Das geht oft gut, manchmal auch nicht. Dann wird die Luft dünner und die Probleme werden größer. Für manchen mag das eine Herausforderung sein, für andere ein untragbarer Zustand ubd eine existenzielle Krise. Der Gesichtsverlust ist oft schlimmer als die spürbaren Einbußen.
Existenzielle Krisen müssen erprobt sein, sie kosten viele Nerven, Lebensenergie und auch Geld.
In allen Fällen ist man besser beraten, die Handlungen gut vorzubereiten, feste Fakten zu schaffen, den Überblick bis in die Tiefe zu behalten und die Handlungen gut zu dokumentieren.
Der viel zitierte „Flow“ als ein Rauschzustand, in dem die Dinge von ganz alleine laufen und auch zufällig gut laufen, ist zwar wünschenswert, aber auch fatal. Unzählige Biografien, die von großartigem Erfolg und tiefem Fall gekennzeichnet sind, singen ein dramatisches Lied davon.
Der gute Flow stellt sich eher ein, wenn wir alle Vorbereitungen schaffen, die Grundlagen erarbeitet und die Rahmenbedingungen abgesteckt sind und sich – kontrolliert – die Dinge frei entwickeln. Risiko mag für manche zwar „geil“ sein, aber auch nur so lange, wie wir alles unter Kontrolle zu haben glauben. Danach wird es kritisch.
Den kühlen Kopf bewahren, das Risiko realistisch einschätzen und sich lieber einmal mehr rückversichern zahlt sich aus. Die Ass behält man lieber vorerst im Ärmel.


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