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Sanierung von Mauerwerk und Verputz

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Sowohl an Fassaden als auch im Innenbereich werden traditionell Putze aufgebracht, die nicht nur den Konstruktionsbaustoff schützen, sondern eine glatte Oberfläche erzeugen sollen. Putzsanierungen sind ein wesentliches Thema, um bei historischer Baukultur optische und bauphysikalische Anforderungen zu erfüllen.

Beim Verputzen gilt üblicherweise die Regel „Weich auf hart“. Eine Ausnahme stellen wärmedämmende Wandbaustoffe, Wärmedämmverbundsysteme oder Wärmedämmputze dar, die vom Verputz entkoppelt werden, indem der Unterputz weicher ist als der Oberputz, damit Bewegungen ermöglicht werden, die sich durch Wärmeunterschiede automatisch einstellen.

Der Abstimmung der Putzschichten mit dem Untergrund wird im Bereich der Rissdiagnostik im Hochbau breiter Raum gewidmet, weil sichtbare Risse an Fassaden in vielen Fällen Putzrisse darstellen.

Bevor ein Verputz angebracht wird, sind je nach Wandbaustoff Vorbereitungsarbeiten notwendig, um den Untergrund zu bearbeiten oder indem Haftbrücken angebracht werden.

Sanierputze werden eingesetzt, um Salzschäden oder Feuchteschäden zu minimieren. Der Sanierputz besteht aus großvolumigen Poren und ist teilweise hydrophob. Beabsichtigt wird, dass sich Salzausblühungen oder Feuchteschäden auf den Sanierputz konzentrieren. Auf den Sanierputz wird eine weitere Putzschicht aufgebracht, wobei beabsichtigt wird, dass sich die Salzausblühungen im Bereich der ersten Sanierputzschicht verbleiben. Das System funktioniert, bis in Jahren oder Jahrzehnten, das Salz die Poren im Sanierputz ausfüllt.

Die Ursachen werden durch Sanierputz nicht behoben, es wird allerdings im Bereich der Symptome gehandelt.

Literatur:

[1] Frank Frössel: „Risse in Gebäuden – Damit aus einer Fassade kein Ris(s)iko wird“, Springer Vieweg, Wiesbaden 2025

[2] Ulf Hestermann , Ludwig Rongen: „Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 1“, Springer Vieweg, Wiesbaden 2015

[3] Ulf Hestermann , Ludwig Rongen: „Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 2“, Springer Vieweg, Wiesbaden 2013

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