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Der Barbaratag im Bergbau

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Würde man sich als Ingenieur mit Heiligen befassen wollen, kommen zwei Heiligenfiguren ins Spiel: Der heilige Josef als Schutzheiliger der Zimmermänner und Bauhandwerker und die heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute. Vielleicht könnte man sagen, der heilige Josef stehe als Schutzpatron für den Hochbau und die heilige Barbara als Schutzpatronin für den Tiefbau.

Barbara von Nikomedien lebte laut Legende im 3. Jahrhundert in Kleinasien, war für ihre Schönheit bekannt und wurde folglich von ihrem Vater in einen Turm eingesperrt, um sie vor den jungen Männern zu bewahren. Barbara verwehrte sich der männlichen Werber, konvertierte zum christlichen Glauben und entschied sich für ein Leben in Jungfräulichkeit. Ihr Vater war von dieser Entscheidung erzürnt und versuchte Barbara daraufhin zu töten. Diese flüchtete und soll in einem Felsen Schutz gefunden haben, der sich auf wundersame Art und Weise öffnete und in der Deutung für den Schutz Gottes steht. Barbara wurde daraufhin verraten, gefangen genommen, von einem Richter zum Tode verurteilt und sodann von ihrem Vater enthauptet. Den Vater traf anschließend der Blitz, sodass erneut ein göttliches Eingreifen in Form einer Bestrafung stattfand.

Barbara hat aus zweierlei Gründen eine Verbindung zum Bergbau: Einerseits durch den schützenden Fels und andererseits durch den plötzlichen Tod. Aus letzterem Grund ist Barbara auch die Schutzheilige der militärischen Artillerie sowie der Berufsfeuerwehr. Seit dem 12. Jahrhundert ist der 4. Dezember in der römisch-katholischen Kirche der Gedenktag der heiligen Barbara, auch Barbaratag genannt.

Der Barbarazweig ist im Volksglauben tief verankert. Der Legende nach rührt dieser davon, dass Barbara am Weg in Gefangenschaft an einem Zweig hängen blieb. Im Volksglauben stehen die Barbarazweige für das Leben, das um Heiligabend zum Blühen erwacht und das kommende Jahr segnen soll.

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