Der moderne Holzbau steht im Bauwesen stark im Fokus. Zwar gibt es noch einige Bedenken – von der Dauerhaftigkeit bis zu den Baukosten -, es wird allerdings zwangsläufig mehr Holz werden müssen. Wesentlich ist im Zusammenhang mit dem Holzbau die Fragestellung, woher das Holz kommt.
In der Forstwirtschaft bezeichnet mit Umtriebszeit die Zeit von der Waldbegründung bis zur Ernte.
- Die Fichte hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 80 bis 120 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 40 Metern. Das Höchstalter beträgt 200 bis 300 Jahre.
- Die Weiß-Tanne hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 90 bis 130 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 40 Metern. Das Höchstalter beträgt 500 bis 600 Jahre.
- Die Douglasie hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 60 bis 100 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 55 Metern. Das Höchstalter beträgt 400 bis 700 Jahre.
- Die Wald-Kiefer hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 80 bis 140 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 35 Metern. Das Höchstalter beträgt 200 bis 300 Jahre.
- Die Lärche hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 100 bis 140 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 30 Metern. Das Höchstalter beträgt 200 bis 400 Jahre.
- Die Buche hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 120 bis 160 Jahren mit einer Höhe von 35 Metern. Das Höchstalter beträgt 500 bis 600 Jahre.
- Die Esche hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 100 bis 140 Jahren mit einer Höhe von 30 Metern. Das Höchstalter beträgt 250 bis 300 Jahre.
Zwar ist die übliche Nutzungsdauer im Hochbau mit 50 Jahren festgesetzt, die technische Nutzungsdauer sollte allerdings realistischer aufgefasst werden;
- Tragwerk: > 200 Jahre
- Allgemeiner Hochbau: > 200 Jahre
- Fassade: 30 – 60 Jahre
- Raumeinteilung: 30 – 60 Jahre
- Gebäudeausstattung: 30 Jahre
- Inneneinrichtung: 30 Jahre
Geht man auf der anderen Seite davon aus, dass Hanf oder Stroh Umtriebszeiten von wenigen Monaten haben, Bambus etwa von 3 bis 5 Jahren, liegt es auf der Hand, dass eine nachhaltige Strategie im Bauwesen grundsätzlich nicht nur von langsam wachsenden Holzarten ausgehen kann, insbesondere deshalb, weil die Nutzungszeiten im Hochbau praktisch deutlich unter den Umtriebszeiten liegen:
- Die Pappel hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 30 bis 50 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 25 Metern. Das Höchstalter beträgt 100 bis 150 Jahre.
- Die Birke hat eine Umtriebsdauer von durchschnittlich 60 bis 80 Jahren mit einer erreichten Baumhöhe von 25 Metern. Das Höchstalter beträgt 100 bis 150 Jahre.
Natürlich ist so genanntes „Slow wood“ berechtigt und zwar dort, wo wir Baukultur schaffen, die über lange Nutzungsdauern verfügt.


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