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Open Strategy: Grundlegende Veränderungen

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Open Strategy ist ein Ansatz im strategischen Management, der auf Transparenz, Partizipation und Integration setzt. Er unterscheidet sich von traditionellen, meist geheim gehaltenen und von oben nach unten kommunizierten Strategieprozessen durch die breite Einbindung der relevanten Akteuren.

Wer kennt ihn nicht, den Film „Inception“ von Christopher Nolan und das zugrunde liegende Prinzip? Der Begriff „Inception“ bezieht sich auf die Implementierung einer Idee im Unterbewusstsein einer Person, sodass die Person glaubt, die Idee sei ihre eigene Einsicht. Was zwar im Kontext von Science Fiction erzählt wird, ist auch für das Veränderungsmanagement relevant: Zentral ist die Überzeugung, dass Veränderungen nicht durch äußere Einwirkungen provoziert, sondern durch innere Einsichten gelenkt werden. Äußere Einwirkungen können als Anstöße wirken, doch die Überzeugung entsteht im Inneren.

Auf das Veränderungsmanagement bezogen ist es folglich notwendig, Atmosphären zu schaffen, die Entscheidungen begleiten, vorbereiten, anstoßen und beeinflussen. Ziel ist es, durch eine offene und kollaborative Herangehensweise Einsichten zu erzeugen, die Veränderung anstoßen.

Schlüsselaskepte sind:

  • Transparenz, also Informationen über die strategische Planung und Entscheidungsfindung.
  • Partizipation, also die Einbeziehung von internen und externen Akteuren in den Strategieentwicklungsprozess.
  • Integration: Nutzung des Wissens und der Perspektiven einer vielfältigen Gruppe von Akteuren, um umfassendere und robustere Strategien zu entwickeln.

Die Vorteile liegen auf der Hand und umfassen:

Bessere Entscheidungsfindung: Durch die Einbeziehung verschiedener Perspektiven können umfassendere und fundiertere Entscheidungen getroffen werden.

Erhöhte Akzeptanz: Wenn breitgefächerte Akteure in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, steigt die Bereitschaft zur Unterstützung und Umsetzung der Strategie.

Innovationsförderung: Offene Kommunikation und Zusammenarbeit können innovative Ideen und Lösungsansätze fördern.

Verbesserte Anpassungsfähigkeit: Eine transparente und partizipative Kultur kann die Organisation flexibler und anpassungsfähiger gegenüber Veränderungen machen.

Durch Open Strategy wird die Grundlagen gesetzt, um die Meinungsbildung frühzeitig anzuregen und zu begleiten. Die Strategie eignet sich sowohl zur Durchsetzung von Veränderungen in Organisationen, aber auch in Bezug auf die öffentliche Meinungsbildung, bezüglich Verhandlungen oder Auseinandersetzungen (Stichwort Litigation-PR).

Durch die Offenlegung von Informationen und Entscheidungsprozessen können Bedenken und Misstrauen frühzeitig und nachhaltig reduziert werden. Stakeholder verstehen die Gründe hinter Entscheidungen besser und sind eher geneigt, diese zu unterstützen.

Wenn Akteure aktiv in den Prozess einbezogen werden, fühlen sie sich gehört und wertgeschätzt. Dies kann ihre Meinung positiv beeinflussen und erhöht die Unterstützung.

Durch die Einbindung verschiedener Perspektiven können gemeinsame Werte und Ziele herausgearbeitet und kommuniziert werden.

Eine Kultur der Zusammenarbeit und des offenen Dialogs fördert eine positive Verhandlungskultur. Akteure sind eher bereit, Kompromisse einzugehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Durch die Integration verschiedener Perspektiven und Expertisen können innovative und tragfähige Lösungen entwickelt werden.

Eine offene und kontinuierliche Kommunikation hilft, Missverständnisse zu klären und Fragen zu beantworten. Dies trägt dazu bei, dass alle Akteure informierte Meinungen entwickeln können.

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