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Was macht einen sauberen See aus?

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Sauberes Wasser im Bereich von Fließ- und Stillgewässern, das frei von Verunreinigungen und Schadstoffen ist, ist für das Ökosystem, für die Trinkwasserversorgung sowie für Freizeit und Erholung als Badesee von zentraler Bedeutung, nicht zuletzt für die Landschaftsästhetik und den Tourismus.

Während in Fließgewässern das Gefälle, die hydraulische Rauheit oder der Durchflussquerschnitt die Strömungen kennzeichnen, sind in Bezug auf Stillgewässer die Dichteunterschiede des Wassers aufgrund von Temperaturunterschiede oder Wasserinhaltsstoffe sowie atmosphärische Kräfte (Wind) relevant, die auf die Wasseroberfläche wirken.

Die Limnologie ist die Wissenschaft von den Binnengewässern als Ökosystemen. Seen werden basierend auf ihrer Nährstoffkonzentration und Produktivität in vier Hauptkategorien eingeteilt:

Oligotrophe Seen verfügen über wenige organische Substanzen. Daraus ist die Sauerstoffversorgung über alle Tiefen gut. Es ergibt sich eine Artenvielfalt sowie eine Klarheit des Wassers mit blau-grünen Farbtönen. In der Regel sind ungestörte subalpine „tiefe“ Seen oligotroph.

Mesotrophe Seen haben mittlere Tiefen unter 10 und maximale Tiefen unter 20 Meter und verfügen währen der Sommerstagnation über einen geringen Sauerstoffgehalt.

Eutrophe Seen sind flacher, der Nährsalzgehalt ist hoch und infolgedessen ist das Wasser trüb und braungrün. Durch Sauerstoffmangel kann ein Umkippen stattfinden, mit welchem Blaualgen und Bakterien stark zunehmen, während ein Artensterben stattfindet. Die Artenvielfalt ist in eutrophen Seen entsprechend geringer, aber dichter.

Hypertrophe Seen haben mittlere Tiefen unter einem Meter, verfügen über viel Faulschlamm. Die Artenvielfalt ist gering, allerdings ist die Populationszahl teilweise extrem.

Ein „sauberer“ See wird einerseits durch die Schadstoffbelastung charakterisiert. Andererseits sind die Nährstoffbelastung, der Sauerstoffgehalt sowie die Sichttiefe relevant.

Eine Antwort zu „Was macht einen sauberen See aus?“

  1. Avatar von Geologie des Gardasees – Demanega

    […] durchschnittliche Tiefe von 136 Metern. Das Seewasser ist klar und nährstoffarm, was ihn zu einem oligotrophen See macht. Das hydrologische System des Gardasees wird stark von den saisonalen Niederschlägen und der […]

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