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Geologie der Dolomiten und Entstehung der Dolomiten

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Befasst man sich mit der Geologie der Dolomiten, ist die Auseinandersetzung mit der Zeit vor der Entstehung der Dolomiten wesentlich. Im Perm setzt eine vulkanische Aktivität an, die sich in einem Kontext von Dehnungen und Absenkungen der Erdkruste vollzog und geologisch in Vulkaniten, aber auch im Öffnen eines Meersbeckens äußert.

Zu Beginn des Mesozoikums besteht noch der Superkontinent Pangaea mit resigen Wüsten. Allerdings bricht der Kontinent sukzessive auf. Zu Beginn des Mesozoikums entsteht die Tethys als erdhistorischer Ozean im Osten von Pangea. Später wurden zahlreiche Schelfgebiete (also die Randbereiche eines Kontinents, die vom Meer bedeckt sind) in die Gebirgsbildung der Alpen einbezogen. Das Klima wurde feuchter und tropisch. Da die Tethys weltumspannend war, war das Klima im Weltmaßstab relativ konstant, was sich erst durch die Aufteilung in Kontinente und Ozeane änderte.

In diesem Kontext folgen auf die wüstenhafte Umgebung mit terrigenen Sedimenten, die sich etwa in Sandsteinen äußert, Meeresablagerungen. Durch die Ausbreitung des Meeres beginnen die zahlreichen Mikro- und Makroorganismen, Riffe und Atolle zu bilden. Darüber hinaus kennzeichnen Meeresspiegelsenkungen und Meeresspiegelhebungen sowie Erdbeben dynamische Prozesse, bei denen durch Absinken des Meeresspiegels die mächtigen Korallenriffe absterben und sedimentieren.

Die lithogene Phase kennzeichnet die Entstehung und Ablagerung von Sedimenten sowie die Bildung von Sedimentgesteinen. In einer Zeitspanne von Millionen von Jahren lagern kalkabscheidende Organismen mächtige Kalksedimentschichten am Meeresgrund ab. Während Kalkstein durch chemisch-biogene Sedimentation aus Karbonatsedimenten entsteht, entsteht Dolomit durch eine chemische Sedimentation von Calcit-Sedimenten in magnesiumhaltigen Gewässern, wobei sich beide Prozesse mitunter abwechseln.

Die orogene Phase bezieht sich auf die Gebirgsbildung durch tektonische Prozesse. Dieser Prozess ist meist mit der Kollision von Kontinentalplatten verbunden und führt zu erheblichen geologischen Veränderungen. Vor rund 75 Millionen Jahren begann die Afrikanische Platte gegen die Europäische Platte zu drücken, wodurch vor rund 35 Millionen Jahren die Alpenhebung begann.

Vor rund 10 Millionen Jahren bedingte die Abkühlung des Klimas die Heranbildung von Gletschern. Ausgegangen wird von 10 bis 20 Eiszeiten. Diese Eiszeiten prägten die Geologie der Alpen und in der Folge auch der Dolomiten drastisch.

Übersicht: Geologische Zeitskala

Präkambrium: Vor über 541 Millionen Jahren

Palöozoikum (Erdaltertum): 541 bis 252 Millionen Jahre vor heute

  • Kambrium: 541 bis 485 Millionen Jahre vor heute
  • Ordovizium: 485 bis 444 Millionen Jahre vor heute
  • Silur: 444 bis 419 Millionen Jahre vor heute
  • Devon: 419 bis 359 Millionen Jahre vor heute
  • Karbon: 359 bis 299 Millionen Jahre vor heute
  • Perm: 299 bis 252 Millionen Jahre vor heute

Mesozoikum (Erdmittelalter): 252 bis 66 Millionen Jahre vor heute

  • Trias: 252 bis 201 Millionen Jahre vor heute
  • Jura: 201 bis 145 Millionen Jahre vor heute
  • Kreide: 145 bis 66 Millionen Jahre vor heute

Känozoikum (Erdneuzeit): 66 Millionen Jahre bis heute

  • Pälogen: 66 bis 23 Millionen Jahren vor heute
    • Paläozen: 66 bis 56 Millionen Jahre vor heute
    • Eozän: 56 bis 34 Millionen Jahre vor heute
    • Oligozän: 34 bis 23 Millionen Jahre vor heute
  • Neogen: 23 bis 2,6 Millionen Jahre vor heute
  • Quartär: 2,6 Millionen Jahre bis heute

Literatur:

[1] Adrian Pfiffner: „Geologie der Alpen“, UTB Verlag, Stuttgart 2024

[2] Volkmar Stingl und Volkmar Mair: „Einführung in die Geologie Südtirols“, Autonome Provinz Bozen, Bozen 2005

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