Heute sprechen alle vom so genannten „Purpose“. Klingt gut, die Sache ist damit allerdings kaum erledigt. Insbesondere in Zeiten des „grünen“ Wandels ist es förderlich, sich ein möglichst grünes Statement zu setzen. Worte sind geduldig, doch wenn hinter Worten kein umfassendes Leitbild und Weltbild steht, ist schnell der Populismus-Verdacht gegeben sowie eine Fragilität mangels Tiefgründigkeit.
Geht es nach dem „Harvard Business Manager“ 12 / 2023, besteht ein Purpose-Statement aus vier inhaltlichen und einer formellen Dimension.
Die inhaltlichen Dimensionen sind die folgenden:
- Societal: Klarer Gesellschaftsbezug, indem drängende gesellschaftliche oder ökologische Problemlösungen versprochen werden.
- Authentic: Authentizität ist das Um und Auf, weil Statements dahingehend geprüft werden, ob diese effektiv mit Leben gefüllt sind und in die DNA übergehen oder eben nicht.
- Believable: Die Glaubwürdigkeit, es geht als um einen realistischen und glaubwürdigen Einsatz der verfügbaren Ressourcen für die Zielsetzungen.
- Relevant: Die Relevanz sowie der Nutzen für die Zielgruppen muss gegeben und klar kommuniziert sein.
Hinzu kommt die formelle Dimension:
- Engaging: Die ansprechende Wirkung, die inspiriert, einprägt, motiviert, animiert und ins Herz übergeht.
Ein Purpose hört sich dann vielleicht wie folgt an: Wir wollen an Umgebungen bauen, die lebenswerte Heimat sind und in der sich Geborgenheit ausbilden kann, wir wollen an unserer Natur- und Kulturlandschaft weiter bauen, wir wollen soziale Netze schnüren, die soziale Sicherheit garantieren, wir wollen aber auch tatkräftig für öffentliche Sicherheit sorgen, die zu den zentralen Aufgaben von Staatlichkeit gehört und die Grundlage bildet, auf der sich Freiheit ausbilden kann.


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