Ich denke, Karrieren müssen möglichst unabhängig von äußeren Umständen konzipiert werden. Wichtig ist, die größeren Ziele zu kennen, sich darauf festzulegen, in gröberen Zügen an diesen Zielen festhalten. Auf neudeutsch ist vom „Purpose“ die Rede. Und dann geht es, abseits von diesen klaren Ziele darum, offen zu sein für Gelegenheiten, Perspektiven und auch für Abweichungen vom als ursprünglich richtig geglaubten Weg, der sich im Laufe der Zeit vielleicht relativiert.
Die Festlegung auf die grundsätzlichen Ziele führt zu einer Resilienz gegenüber äußeren Umständen, zur dicken Haut gegenüber Rückschlägen sowie zu einer bestimmten persönlichen Unabhängigkeit, weil es nicht klar umfasste und detailliert vorgestellte Wege sind, die im Fokus stehen, sondern weiterreichende Ziele, zu denen es verschiedene Wege geben kann und wird. Die Relativität des Weges selbst ist vielleicht etwas, das erst mit zunehmendem Alter bewusst wird, weil die jugendliche Unbedingtheit stückweise an der Wirklichkeit zerbricht.
Ganz wesentlich ist es, sich auf Ziele zu stützen, die vom eigenen Wirken abhängen können und die folglich in hohem Maße realistisch sind. Solche realitätsnahen Ziele sind das Um und Auf, um nicht an einer Wirklichkeit zu zerbrechen, die von vielfachen Faktoren abhängt, die sich außerhalb unseres Wirkungskreises befinden.
Folglich geht es in jeder Lebenslage darum, an dem zu wirken, was längerfristig bleibt. Das kann eine Ausbildung oder eine Gründung sein, auf jeden Fall aber ein Aufbauen von Kompetenzen und von Fähigkeiten, im besten Fall ein Generieren von Erfolgen. In allen Fällen handelt es sich um ein klares Ziel, nachdem man sich ausrichtet.
Worin besteht dieses Ziel in meinem persönlichen Fall? Das Ziel besteht im Wirken am Land, an der nachhaltigen und längerfristigen Prägung unserer Umgebungen, am Gestalten von Bauwerken und Infrastruktur, am Weiterarbeiten an der Natur, auch und vor allem im Hinblick auf Naturgefahren und im Umgang mit natürlichen Ressourcen.


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